Obstbaumschnitt im historischen Mühlental
Der 1. Vorsitzende Stephan Dollwet konnte etwa 20 Teilnehmer an diesem sonnigen Frühlingstag begrüßen.
Ganz besonders wurde der Referent, Uwe Müller, ein langjähriger persönlicher Freund von S.D.,
begrüßt, der eigens, auf Einladung, aus Hessen angereist war.
Uwe Müller, Landschaftsgärtner Meister aus Wöllstadt in der Wetterau, schneidet seit über 20 Jahren Obstbäume u. leitet auch Schnittkurse u. Vorträge bei Streuobst Interessengemeinschaften und Vereinen.
Selbst pflegt er über hundert Obstbäume und steht in gutem Kontakt zu einigen Frankfurter Äppelwoi -Lokalen, die er in der Erntezeit mit Äpfeln beliefert
In seinem theoretischen Teil ging Uwe Müller sehr detailliert auf die verschiedenen Wurzelunterlagen der Obstbäume und deren Wuchseigenschaften ein.
Nach welchen Gesichtspunkten erfolgte der Kronenaufbau früher? Wie heute? Wozu eignen sich Halbstämme und Hochstämme? usw.
All diese Fragen um den Obstbaumschnitt wurden anschaulich, und für die Teilnehmer verständlich, erklärt.
Auf einer Tafel skizzierte und erläuterte der Referent die heute weit geläufige Öschbergkronenerziehung.
Dies ist eine Methode, die darauf abzielt, eine stabile, tragfähige und lichtdurchlässige Krone aufzubauen, bzw. zu erhalten.
Nach kurzer Werkzeugkunde u. Vorstellung entsprechender Fachliteratur, konnte der praktische Teil beginnen.
Bevor mit dem Schnitt losgelegt wurde, galt es als erstes, sich die Kronen zu betrachten. Schnell war klar, dass die ideale Kronenentwicklung an den wenigsten Bäumen zu erkennen war.
Gleich am ersten Baum waren Erziehungsmaßnahmen erforderlich.
Müller machte auf Fehlentwicklungen in der Kronenstruktur aufmerksam und erklärte hierbei, wie man mit Schnitt und Erziehungsmaßnahmen, dieser Entwicklung gegensteuern kann.
Vorausschauend auf die künftige Kronenentwicklung, wurden mit einer dünnen Weidenrute zwei Triebe in die entsprechende Position geleitet.
In der Praxis wurde Uwe Müller von weiteren erfahrenen Vorstandsmitgliedern unterstützt, die den Baum erklärten und ihren Schnitt erläuterten. Die Teilnehmer hatten somit die Gelegenheit, sich verschiedene Herangehensweisen anzuschauen.
Das Ziel des Obstschnittkurses war erreicht, als auch die Teilnehmer, den Inhalt der Theorie, in die Praxis umsetzten.
18 Bäume konnten an diesem Samstag geschnitten werden.
Für das leibliche Wohl in der Mittagspause war alles von unseren Vorstandsmitgliedern gerichtet:
Rostwurst, Viez und Sprudel…und gute Gespräche…und es gab sogar eine Viezprobe eines Haustädter Teilnehmers.
Der Vorstand bedankt sich bei allen Beteiligten für das Interesse an diesem Schnittkurs
und besonders bei Uwe Müller, der mit seiner authentischen Art und Weise, viel
Fachliches mit einbrachte.